Öffnungszeiten:
26. September ab 10 Uhr
Mo-Fr: 17-22Uhr
Sa, So: 14-22Uhr

Pressekonferenz „Tatort Stadion Wien – Von Fans für Fans!“
Moderation: Thomas Gaßler (pro supporters)
Gerd Dembowski (BAFF & KoFaS – Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit), Karl Öllinger (Stoppt die Rechten), AG-Tatort
Veranstaltungszentrum mo.ë, Thelemangasse 4/1, 1170 Wien
26.09.2013, 10 Uhr

Eröffnungsparty „Tatort Stadion Wien – Von Fans für Fans!“
Moderation: Thomas Gaßler (pro supporters)
Gerd Dembowski (BAFF & KoFaS – Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit)
Anschl. Party – DJ-Zone – Fingerfood
Veranstaltungszentrum mo.ë, Thelemangasse 4/1, 1170 Wien
26.09.2013, 19 Uhr

Zur Person GERD DEMBOWSKI:
Gerd Dembowski aus Berlin und Cairo/Illinois ist als Sozialwissenschaftler seit 1995 im Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) aktiv. U.a. wurde er bekannt durch die von ihm maßgeblich mitorganisierte BAFF-Wander-Ausstellung „Tatort Stadion“ und die Wander-Ausstellung „BallArbeit. Szenen aus Fußball und Migration“ der Projektgruppe Flutlicht. Dembowski war lange Sprecher für das Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) und bis 2011 in der AG Fandialog des DFB und der DFL aktiv. Zuletzt veröffentlichte er mit Diethelm Blecking „Der Ball ist bunt. Fußball Migration und Vielfalt der Identitäten Deutschland.“

ACHTUNG! VERANSTALTUNG IST ABGESAGT!
Ausstellungsbesuch von Spielern der Kampfmannschaft des FK Austria Wien inklusive Autogrammstunde
Veranstaltungszentrum mo.ë, Thelemangasse 4/1, 1170 Wien
27.09.2013, 18 Uhr

Filmvorführung „Es geht sich immer nicht aus – First Vienna Football Club 1894“
Veranstaltungszentrum mo.ë, Thelemangasse 4/1, 1170 Wien
29.09.2013, 19 Uhr

Die Geschichte des ewigen Kampfes um die Flucht aus den Niederungen des österreichischen Fußballes, welcher jedoch bis am Ende immer wieder verloren wird. Eine spannende und äußerst amüsante Erzählung über die schmerzenden Jahre des First Vienna Football Club 1894 in der Regionalliga Ost und seiner leidgeprüften Döblinger Fanszene.

Die NS-Zeit und ihre Aufarbeitung in Geschichte und Gegenwart des SK Rapid Wien
Domenico Jacono (Kurator Rapideum), Georg Spitaler (Fan-Wissenschaftler)
Gerhard-Hanappi-Stadion (Südtribüne)
Rapideum (bzw. Aula bei Teilnehmerzahl 15+)
Keißlergasse 6, 1140 Wien, U4, 49, 52, S-Bahn
30.09.2013, 19 Uhr

ANMELDUNG ERFORDERLICH! Anmeldungen bitte unter museum@skrapid.com oder bei Markus Lenzenhofer (0699/1 727 43 79)

Der SK Rapid errang mit dem »Tschammer-Pokal« (1938) und der NS-Kriegsmeisterschaft (1941) als einzige Mannschaft Österreichs die zwei wichtigsten Trophäen des nationalsozialistischen Fußballs. Rapid bewegte sich dabei zwischen Anpassung an, Kollaboration mit und lokal- bzw. sportpatriotisch motivierter Distanz zum rassistischen NS-Sport. Rapidler waren auch Opfer, zumeist aber Mitläufer des Systems und vereinzelt selbst Täter. Diese ambivalente Rolle des SK Rapid in der NS-Zeit wurde lange Zeit aus dem Vereinsgedächtnis verdrängt, die Verantwortung alles, was der Opferthese widersprach, abgelehnt, was Folgen hatte und z.B. die Unterwanderung der Fanszene durch Neonazis in den 1980ern begünstigte. Mit der Studie »Grün-Weiß unterm Hakenkreuz« und einer in Kooperation mit dem DÖW, der Universität Wien und dem Magazin »ballester« veranstalteten Tagung zum Thema begann der SK Rapid 2011 seine Geschichte in der NS-Zeit wissenschaftlich aufzuarbeiten und leistete damit auch Pionierarbeit für die österreichische Sport- und Gesellschaftsgeschichte. Das Vereinsmuseum Rapideum schließt daran an und setzt in seiner Dauerausstellung ebenfalls Schwerpunkt zum Thema NS-Zeit und deren Aufarbeitung. Darüber hinaus bietet es Führungen u.a. für Nachwuchsteams, Fanklubs und Schüler an, in denen jugendliche Fußballer und Fans für die Themen Rassismus und Diskriminierung sensibilisiert werden.

Als Außenstelle von »Tatort Stadion Wien« lädt das Rapideum unter dem Titel »Die NS-Zeit und ihre Aufarbeitung in Geschichte und Gegenwart des SK Rapid« zu einem Themenabend. Nach einem Impulsreferat von Dr. Georg Spitaler, Mitautor der Studie »Grün-Weiß unterm Hakenkreuz«, führt Kurator Domenico Jacono durch die Ausstellung und macht Geschichte und ihre Auswirkungen bis zur Gegenwart anhand von Exponaten, Dokumenten und Filmclips lebendig. Eine anschließende Diskussion im urigen Hütteldorfer Wirtshaus Peschta wird den Abend abrunden.

„Wiener Vereine unterm Hakenkreuz“ Vorträge + Diskussionsrunde
Moderation: Jakob Rosenberg (ballesterer fm)
Dr. Matthias Marschik (Universität Wien), Alexander Juraske (Historiker, First Vienna Football Club 1894), David Forster (Historiker, Austria Wien), Georg Spitaler (Fan-Wissenschaftler, SK Rapid Wien), Susanne Helene Betz (Historikerin und Soziologin, Hakoah Wien)
Veranstaltungszentrum mo.ë, Thelemangasse 4/1, 1170 Wien
01.10.2013, 19.00 Uhr

Bis heute halten sich hartnäckig zwei Erzählungen zur Geschichte des Fußballsports während der nationalsozialistischen Herrschaft: Der eine Erzählstrang betont den Primat der Politik und geht von einer Indoktrinierung und Instrumentalisierung des Fußballs durch das Regime aus. Der andere betont die Eigenweltlichkeit des Sports und postuliert selbst für die Jahre der NS-Herrschaft, Sport und Politik hätten letztlich nichts miteinander zu schaffen. Er sieht in der Fußballpraxis ein widerständiges Element innerhalb des NS-Staates. Aus der Kombination der beiden an sich widersprüchlichen Stränge entsteht dann die Erzählung von einem Fußballgeschehen, das sich den Vorgaben von Politik und Sportpolitik weitestmöglich zu entziehen trachtete, wobei Stadien und Sportplätze – mit wenigen Ausnahmen – einen neutralen oder sogar widerständigen Ort inmitten des NS-Staates bildeten, was die Funktionäre, Spieler und Zuschauer_innen betraf.

Anhand von Kurzvorträgen soll die Situation der jeweiligen Vereine dargestellt und kontextualisiert werden. Im Anschluss soll es zu einer offenen Diskussionsrunde kommen, bei der die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit thematisiert werden soll. Die Notwendigkeit, aber auch die Möglichkeit der Umsetzung von Projekten soll behandelt und analysiert werden, sowie der bildungspolitische Anspruch thematisiert werden.

Fachgespräche sozialpräventiver Fanarbeit „Bildungsarbeit mit jugendlichen Fußballfans“
Moderation: David Hudelist (pro supporters)
Armin Weber (Fanarbeit Innsbruck), Korinna Dittrich (Fanbeauftragte Dynamo Dresden, ehemals Fanprojekt Dynamo Dresden), Eva Feldmann-Wojtachnia (Lernort Stadion), Nico Schneider (Show Racism the Red Card Deutschland), Lothar Jochade (Verein I.S.I.)
Veranstaltungszentrum mo.ë
03.10.2013, 19 Uhr

Der Arbeitsansatz sozialpräventiver Fanarbeit ist in Österreich ein neuer. Hinter diesem Ansatz verbirgt sich die Idee der Sozialen Arbeit mit Fußballfans, welche etwa in Deutschland schon seit den 80er Jahren etabliert ist. In Deutschland bieten die Fanprojekte auch politische Bildungsprogramme an, die Fußballfans als Zielgruppe haben.

Auch in Österreich gab es bereits in den 90er Jahren in Wien und Linz Ansätze, Fußballfans als Zielgruppe von Streetwork und Sozialer Arbeit zu sehen. Ein Vorhaben diesen Ansatz beim Verein Austria Wien nach der EURO 2008 zu installieren, scheiterte nach kurzer Zeit.

Mit der Fanarbeit Innsbruck – Sozialarbeit mit Fußballfans und Fußball.kult.ur – Fanarbeit Lustenau existieren mittlerweile zwei professionell geführte Fanarbeitsprojekte. Fanarbeit Innsbruck hat sich zum Ziel gesetzt, die Fans des FC Wacker Innsbruck in ihren Anliegen zu unterstützen und bei möglichen Problemstellungen sozialarbeiterische Angebote bereit zu stellen. Das Projekt Fußball.Kult.ur – Fanarbeit Lustenau betreibt ebenso professionelle sozialpräventive Fanarbeit. Streetworker_innen vom oberösterreichischen Verein ISI – Initiative zur sozialen Integration arbeiten unter anderem mit Fans der SV Ried und des LASK.
Weitere sozialpräventive Fanarbeitsprojekte in Österreich sollen entstehen. Alle haben etwas gemeinsam. Es geht um jugendliche Fußballfans. Deren Dasein als Fan soll für Bildungsangebote genützt werden.

Aber wie? Und wollen die das überhaupt?

Wie funktioniert Bildungsarbeit mit jugendlichen Fußballfans?

Was sind die Ansätze und Methoden der Arbeit mit jugendlichen Fußballfans?

Wer sind diese Jugendlichen und was halten sie von dem Angebot?

Wie sieht antirassistische und antidiskriminierende Bildungsarbeit mit Jugendlichen aus?

Warum ist die Bildungsarbeit mit jugendlichen Fußballfans in Österreich nicht etabliert?

Wie sieht es außerhalb von Österreich und Deutschland aus?

Podiumsdiskussion „Die Geschichte der Friedhofstribüne – Von Schwarz auf Weiß bis zum Ute Bock Cup“
Moderation: Reinhard Krennhuber (ballesterer fm)
Kurt Reichinger (Gründer des Fanzines „Schwarz auf Weiß“)
Hedi Mahn (langjährige Mitwirkende beim Fanzine)
Martin Roßbacher (Obmann „FreundInnen der Friedhofstribüne“)
Sebastian Schönbauer (Flag-Crew und Mitorganisator Ute Bock Cup)
Franz Jackel (Mitbegründer des Clubheims „The Flag“, Fanzine)
Veranstaltungszentrum mo.ë
04.10.2013, 19 Uhr

Vom Dornbacher Fanzine Schwarz auf Weiß Ende der 1980er Jahre, über die Anfänge der FreundInnen der Friedhofstribüne, bis hin zum Ute Bock Cup wird bei dieser Veranstaltung, moderiert von Ballesterer-Chefredakteur Reinhard Krennhuber, einerseits die Geschichte des Fanclubs, andererseits einige Initiativen, wie z.B. der Ute Bock Cup, ein Fundraising-Event für den Verein Ute Bock, vorgestellt.

In Rahmen eine Podiumsdiskussion soll das antirassistische, antihomophobe, antisexistische und Vielfalt bejahende Selbstverständnis der FHT thematisiert werden. Anschließend sollen Reflexion zum FHT-Engagement, aber auch ein Blick in Richtung Zukunft im Mittelpunkt stehen, es bleibt aber auch Platz für neue Ideen und eigene Fragen.

„Kein Mensch ist illegal“ Soli- Party für das refugees protest camp (Flüchtlinge des Servitenklosters/Votivkirche)
Veranstaltungsort the Flag, Alszeile 19 1170 Wien
04.10.2013, 22 Uhr

Direkt im Anschluss an die Podiumsdiskussion „Die Geschichte der Friedhofstribüne – Von Schwarz auf Weiß bis zum Ute Bock Cup.“ geht es weiter zur Soli-Party für die Flüchtlinge die derzeit im Servitenkloster ausharren.

Rund um die im Servitenkloster untergebrachten Flüchtlinge ist es medial wieder etwas stiller geworden. Das heißt aber keineswegs, dass diese sich in Sicherheit wiegen können. Nach wie vor sind viele von ihnen von der Abschiebung bedroht – zurück in ein Land, aus dem Sie flüchten mussten. Was ihnen dort droht ist ungewiss. Aus diesem Grund wollen wir Sie im Rahmen der Soli-Party unterstützen.

Also kommt und feiert mit für eine guten Zweck und mit eindeutigem Statement: Kein Mensch ist illegal – No border, no nation, stop deportation!

Filmvorführung „Offside – Frauenfußball im Iran“
Veranstaltungszentrum mo.ë
06.10.2013, 19 Uhr

Eine Frau will sich im Teheraner Azadi-Stadion das WM-Qualifikationsspiel Iran gegen Bahrain anschauen, darf aber nicht, da der Besuch nur Männern gestattet ist. Verkleidet versucht sie es trotzdem. Gewinner des Silbernen Bären bei der Berlinale 2007.

Diskussionsveranstaltung „Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit – am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen“
Veranstaltungszentrum mo.ë
09.10.2013, 19 Uhr

Fußball-Fans sind in unterschiedlichen Szenen mit Rechten und Nazis in verschiedenen Konstellationen konfrontiert. Dabei reicht die Bandbreite rechter Aktivitäten im Stadion von reiner Präsenz, welche auf verschiedene Personen und Gruppen einschüchternd wirkt, über Agitationsversuche innerhalb der Szene bis hin zu Bedrohungen und Angriffe auf Menschen, die nicht dem Weltbild der Rechten entsprechen.
Nach der Hochzeit der oftmals rechts geprägten Hooligan-Szenen in den 80er und 90er Jahren kam es zunächst zu einem schrittweise Zurückdrängen dieser rechten Subkultur. Doch zum einen sind Stadien auch in den vergangenen Jahren noch immer kein Raum geworden, in dem es keine Präsenz von Rechten gibt. Zum anderen ist es im Besonderen in Deutschland in den vergangenen Jahren zum Wiederaufleben rechter Hooligan-Strukturen gekommen, was in einigen Fällen dazu geführt hat, dass antirassistische und antifaschistische Personen und Gruppen, wie bespielsweise in Aachen und Braunschweig, aus den Stadien gedrängt wurden.
Mit einem Vertreter der Bremer Fanszene werden wir am Beispiel der Entwicklung dieser Szene zum einen das Handeln von Rechten und Nazis und zum anderen den Handlungsspielraum von aktiven Fanszenen, die sich gegen solche Entwicklungen stellen, aufzeigen.

Podiumsdiskussion „Grass-roots Movements und Amateurvereine“
Moderation: Markus Pinter (FairPlay)
Melanie Carman (Vertreterin Ute Bock), Muriel Holzner & Bernd Herger (DSG Dynamo/Dynama Donau Wien), Thomas Schlöglhofer (Verein IDEE), Stefanie Schlögl & Mary Lamaro (Goodball, tbc), Thomas Jäger (SIQ-Graz, tbc), Arschibald Sack (Arge Tor Linz)
Veranstaltungszentrum mo.ë
10.10.2013, 19 Uhr

Podiumsdiskussion „Fußballfans gegen Homophobie“
Moderation: Nikola Staritz (FairPlay)
Daniela Wurbs (Football Supporters Europe), Marco Schreuder (Grüne Andersrum) , Christian Rudolph/Thorsten Siebert (Fußballfans gegen Homophobie), Cecile Balbous (HOSI Wien), VertreterInnen der Antifa Döbling
Veranstaltungszentrum mo.ë
11.10.2013, 19 Uhr


1. Netzwerktreffen antidiskriminierender Fußballfans in Österreich mit Workshops zum Umgang mit Homophobie, Sexismus, Rassismus & Faschismus

Veranstaltungszentrum mo.ë
12.10.2013, 11 Uhr

ANMELDUNG ERFORDERLICH! Anmeldungen bis 6. Oktober an
agtatortstadion.wien@gmx.at

Moderation: Nicole Selmer (F_in, ballesterer fm)
11:00 Uhr – Begrüßung
11:15 Uhr – Große Vorstellungsrunde
11:45 Uhr – Input Referate (je ca. 15 min – Rassismus (Kurt Wachter), Sexismus (Nicole Selmer), Homophobie (FfgH e.V)
12:30 Uhr – 30 min Fragerunde/Diskussion
13:00 Uhr – Snackpause
13:30 Uhr – Workshopphase (Aufteilung in drei gleich große Workshopgruppen, ergebnisorientierte Workshopphase zur aktiven Anti-Diskriminierungsarbeit)
14:30 Uhr – Präsentation der Ergebnisse aus der Workshopphase
15:00 Uhr – Come together
16:00 Uhr – Ende