Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen

Am gestrigen Mittwoch fanden sich im Zuge der außerplanmäßigen Veranstaltung „Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen“ etwa 25 TeilnehmerInnen ein. Angesichts aktueller Vorfälle in Aachen und Braunschweig, die nur als Beispiel eines tendenziellen Wiedererstarken rechtsextremer und neonazistischer Hooligans gesehen werden können, war uns als AG Tatort Stadion sehr daran gelegen, auch diesem Themenbereich noch eine eigene Veranstaltung zu widmen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde von einer Person aus der Bremer Fanszene ein historischer Abriss über die Geschichte des Fanblocks und der darin aktiven Subkulturen und Gruppen geschildert. Anhand mehrerer Ereignisse erläuterte der Vortragende dabei die Probleme und Auseinandersetzungen, die zwischen antifaschistischen Bremer Fans und Ultras einerseits und einer aktiven Nazihooligangruppe andererseits ausgefochten wurden.
Im Anschluss an den Vortrag kam es zu einer regen Diskussion zwischen dem Vortragenden und dem Publikum über Ansätze und Methoden antifaschistischer Fanarbeit. Auch die Situation bei diversen österreichischen Vereinen wurde dabei diskutiert und über eventuelle Aktionsformen für die betroffenen Fans gesprochen. Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Beispiel der Bremer Fanszene solche Lösungsansätze zwar klar aufzeigt, diese jedoch keinesfalls als Allheilmittel gelten können, was auch dadurch verdeutlicht wird, dass selbst in Bremen momentan wieder verstärkt Probleme mit Rechten auftreten.