Archiv für Oktober 2013

Tatort Stadion Fanzine online

Nun haben wir es auch geschafft und das eigens für die Ausstellung produzierte Fanzine online zur Verfügung gestellt. Wüscht ihr trotzdem eine gedruckte Version des Heftes, so schreibt uns eine Mail an agtatortstadion.wien@gmx.at

auf das Bild klicken

Aufarbeitung 2.0

Liebe Tatort Stadion Fans,

die Ausstellung ist vorbei, jedoch ist mit der Arbeitsgruppe noch lange kein Ende in Sicht und das ist auch gut so. Wir arbeiten fleißig an der Aufarbeitung der Veranstaltungen. Auf dem Blog findet ihr nun eine neue Sparte mit Fotos der Ausstellung. Auf Facebook findet ihr nun alle Fotos zu den diversen Veranstaltungen.

Wenn ihr einige Veranstaltungen verpasst habt, kein Problem: im Laufe der nächsten Woche folgen die vier Aufzeichnungen zu den Veranstaltungen „Von Schwarz auf Weiß. Die Geschichte der Friedhofstribüne“, „sozialpräventive Fanarbeit“, „Fußballfans gegen Homophobie“ und dem Netzwerktreffen antidiskriminierender Fußballfans in Österreich. Ihr dürft gespannt sein.

Zudem wird es bald einen Abschlussbericht geben, den wr als PDF online zur Verfügung stellen.

eure
AG-Tatort Stadion

„Es soll weitergehen“. 1. Netzwerktreffen antidiskriminierender Fußballfans in Österreich

Am Samstag ging das Gastspiel von Tatort Stadion in Wien mit einem Netzwerktreffen zu Ende: Eingeladen waren Fans, die sich zukünftig für einen diskriminierungsfreieren Fußball in österreichischen Stadien einsetzen wollen. Gekommen war eine zwar kleine, aber interessierte Runde von Fans aus fünf österreichischen Vereinen, ergänzt von Gästen aus Deutschland. Schnell wurde Einigkeit darüber erzielt, dass es nach dem Erfolg der Ausstellung, den geknüpften Kontakten und den angestoßenen Diskussionen weitergehen soll.

Nach Inputreferaten zu den Themen Rassismus, Sexismus und Homophobie ging es schnell in die Diskussion sowohl über die Inhalte als auch über mögliche Organisationsformen und Aktivitäten. Geplant ist zunächst, eine informelle „Plattform“ für Fans zu bilden, die sich gegen Diskriminierung engagieren wollen, ganz unabhängig von Vereinszugehörigkeiten. Eine spätere formelle Organisation ist aber durchaus angestrebt.

Im Laufe des Novembers wird ein zweites Treffen stattfinden, bei dem weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen sind. Eine erste konkrete Aktion ist ebenfalls bereits in Planung.

Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen

Am gestrigen Mittwoch fanden sich im Zuge der außerplanmäßigen Veranstaltung „Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen“ etwa 25 TeilnehmerInnen ein. Angesichts aktueller Vorfälle in Aachen und Braunschweig, die nur als Beispiel eines tendenziellen Wiedererstarken rechtsextremer und neonazistischer Hooligans gesehen werden können, war uns als AG Tatort Stadion sehr daran gelegen, auch diesem Themenbereich noch eine eigene Veranstaltung zu widmen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde von einer Person aus der Bremer Fanszene ein historischer Abriss über die Geschichte des Fanblocks und der darin aktiven Subkulturen und Gruppen geschildert. Anhand mehrerer Ereignisse erläuterte der Vortragende dabei die Probleme und Auseinandersetzungen, die zwischen antifaschistischen Bremer Fans und Ultras einerseits und einer aktiven Nazihooligangruppe andererseits ausgefochten wurden.
Im Anschluss an den Vortrag kam es zu einer regen Diskussion zwischen dem Vortragenden und dem Publikum über Ansätze und Methoden antifaschistischer Fanarbeit. Auch die Situation bei diversen österreichischen Vereinen wurde dabei diskutiert und über eventuelle Aktionsformen für die betroffenen Fans gesprochen. Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Beispiel der Bremer Fanszene solche Lösungsansätze zwar klar aufzeigt, diese jedoch keinesfalls als Allheilmittel gelten können, was auch dadurch verdeutlicht wird, dass selbst in Bremen momentan wieder verstärkt Probleme mit Rechten auftreten.

Diskussionsveranstaltung „Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Fanarbeit – am Beispiel der Fanszene des SV Werder Bremen“

Für den kommenden Mittwoch, den 9.10. um 19Uhr haben wir eine weitere Veranstaltung im Angebot. Diesmal diskutieren wir mit einem Vertreter der Bremer Fanszene über die Präsenz von Rechten in Stadien und die Möglichkeiten wie Grenzen von Fanarbeit gegen diese.

Zur Veranstaltung:
Fußball-Fans sind in unterschiedlichen Szenen mit Rechten und Nazis in verschiedenen Konstellationen konfrontiert. Dabei reicht die Bandbreite rechter Aktivitäten im Stadion von reiner Präsenz, welche auf verschiedene Personen und Gruppen einschüchternd wirkt, über Agitationsversuche innerhalb der Szene bis hin zu Bedrohungen und Angriffe auf Menschen, die nicht dem Weltbild der Rechten entsprechen.
Nach der Hochzeit der oftmals rechts geprägten Hooligan-Szenen in den 80er und 90er Jahren kam es zunächst zu einem schrittweise Zurückdrängen dieser rechten Subkultur. Doch zum einen sind Stadien auch in den vergangenen Jahren noch immer kein Raum geworden, in dem es keine Präsenz von Rechten gibt. Zum anderen ist es im Besonderen in Deutschland in den vergangenen Jahren zum Wiederaufleben rechter Hooligan-Strukturen gekommen, was in einigen Fällen dazu geführt hat, dass antirassistische und antifaschistische Personen und Gruppen, wie bespielsweise in Aachen und Braunschweig, aus den Stadien gedrängt wurden.
Mit einem Vertreter der Bremer Fanszene werden wir am Beispiel der Entwicklung dieser Szene zum einen das Handeln von Rechten und Nazis und zum anderen den Handlungsspielraum von aktiven Fanszenen, die sich gegen solche Entwicklungen stellen, aufzeigen.

Die AG Tatort Stadion Wien freut sich auf euren Besuch!